Champions League heute: Paris Saint Germain – FC Bayern München

Infos zum Wett-Tipp: Heute Paris SG gegen FC Bayern München

  • 23.08.2020 21.00 Uhr
  • TENDENZ Wer kommt weiter? Bayern München!
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Champions League Finale 2020 – wer hätte gedacht, dass wir das noch erleben dürfen. Der Wettbewerb fand dieses Jahr unter kuriosen Rahmenbedingungen statt – keine Zuschauer, teilweise keine Rückspiele, mehr Auswechslungen, Trinkpausen. Kurz gesagt – das eigentlich so einfache „Fußballspiel“ hat sich geändert. Und so sahen wir im Halbfinale 2 deutsche und 2 französische Clubs. Zufall? Sicher nicht, denn alle 4 Mannschaften konnten erholt in das Turnier starten und hatten Monate Zeit, um sich vorzubereiten. Dennoch konnte man vorab denken, dass gerade die Italiener Vorteile haben könnten, da diese sich absolut im Rhythmus befanden. Ende August sind wir nun also schlauer – die Frische hat in diesem Turnier den Unterschied gemacht. Geprägt wird dieses Finale durch historische Möglichkeiten – Bayern kann das Triple holen – für PSG ist sogar Titel Nummer 4 möglich! Ja, PSG hat in dieser Saison alles gewonnen – die Liga gewann man nach Abbruch durch Corona. Lyon schlug man im Finale relativ glücklich im Elfmeterschießen (nach 120 Minuten stand es 0:0). Gegen Saint Etienne holte man sich den nationalen Pokal durch ein 1:0 (ebenfalls nicht überzeugend, da ASSE früh in Unterzahl spielte). 

Der Weg ins Finale

Bayern München 

GruppenphaseMi. 18.09.1921:00HRoter Stern4-3-3 offensiv70.0003:0
GruppenphaseDi. 01.10.1921:00ATottenham4-2-3-160.1272:7
GruppenphaseDi. 22.10.1921:00AOlymp. Piräus4-2-3-131.6702:3
GruppenphaseMi. 06.11.1918:55HOlymp. Piräus4-2-3-163.6462:0
GruppenphaseDi. 26.11.1921:00ARoter Stern4-3-3 offensiv44.1180:6
GruppenphaseMi. 11.12.1921:00HTottenham4-3-3 offensiv66.3533:1
AchtelfinaleDi. 25.02.2021:00AFC Chelsea4-2-3-136.7610:3
AchtelfinaleSa. 08.08.2021:00HFC Chelsea4-2-3-1x4:1
ViertelfinaleFr. 14.08.2021:00AFC Barcelona4-2-3-1x2:8
HalbfinaleMi. 19.08.2021:00AOlympique Lyon4-2-3-1x0:3

Ja, so siehts nämlich aus! Bayern München gewann alle Spiele! Bayern München gewann nur ein einziges Mal knapp (3:2 in Piräus), ansonsten alles HC Siege! Die Champions League Saison der Bayern ist der Wahnsinn. Ebenso fällt auf, dass die Bayern immer mindestens 3 Tore erzielt haben – nur gegen Piräus waren es einmal weniger. Zu den Piräus Spielen muss man aber sagen, dass im Hinspiel Kovac noch Trainer war und im Rückspiel war zwar Flick auf der Bank, aber er war sehr frisch. Schauen wir auf die Qualität der Gegner. Der meiner Meinung nach stärkste Gegner war Chelsea – die hatten den größten Spirit und waren zumindest nicht in einem absoluten Formtief, wie zB. Tottenham oder Barcelona. Die Bayern wurden insgesamt gut getestet, denn ihre Gegner hatten alle unterschiedliche Stärken. Lyon war eine gut organisierte Defensivmannschaft, Barcelona hatte extreme individuelle Qualität und Chelsea war eine physisch starke Kontermannschaft. Die Bayern haben alle Hürden genommen – und zwar ohne echte Schwierigkeiten. 

Paris Saint Germain

GruppenphaseMi. 18.09.1921:00HReal Madrid4-3-3 offensiv46.3613:0
GruppenphaseDi. 01.10.1921:00AGalatasaray4-3-3 offensiv46.5320:1
GruppenphaseDi. 22.10.1921:00AFC Brügge4-3-3 offensiv26.9460:5
GruppenphaseMi. 06.11.1921:00HFC Brügge4-3-3 offensiv47.4181:0
GruppenphaseDi. 26.11.1921:00AReal Madrid4-3-3 offensiv75.5342:2
GruppenphaseMi. 11.12.1921:00HGalatasaray4-4-2 doppel 646.5095:0
AchtelfinaleDi. 18.02.2021:00ABor. Dortmund3-4-3 flach66.0992:1
AchtelfinaleMi. 11.03.2021:00HBor. Dortmund4-4-2 doppel 6x2:0
ViertelfinaleMi. 12.08.2021:00AAtal. Bergamo4-3-3 offensivx1:2
HalbfinaleDi. 18.08.2021:00ARB Leipzig4-3-3 offensivx0:3

Eine Niederlage in Dortmund und ein 2:2 in Madrid – ansonsten konnte PSG alle Spiele gewinnen. Sicher hatten alle Gegner auch ihre Stärken, aber die ganz großen Gegner waren bis auf Real Madrid nicht dabei. Und selbst Real hatte man nur in der Gruppenphase und selbst dort reichte es auswärts nur zu einem Punkt. Mit Dortmund hatte man schon schwer zu kämpfen. Ich behaupte – die plötzlich eingetroffene Corona Welle hat dieses Spiel maßgeblich beeinflusst. Im Hinspiel hat sich Tuchel „verzockt“. Seine taktische Ausrichtung war absolut richtig, aber das Team hat die Entscheidung nicht getragen und den Trainer überstimmt. Im Rückspiel traf man dann auf erschreckend ängstliche Dortmunder. Der 2:0 PSG Sieg hatte weniger mit der eigenen Stärke zu tun, sondern viel mehr mit der Schwäche des BVB an diesem Tag. Es folgte das Duell gegen Bergamo und bis zur 90. Minute sah es nicht gut aus für den französischen Vertreter. PSG hatte schwer zu kämpfen mit den mutigen Italienern, aber Bergamo ist eben unerfahren – bei eigener Führung zog man sich mehr und mehr zurück – am Ende fehlten dann auch sichtlich die Kräfte. PSG drehte das Spiel und zog in die nächste Runde ein. Ich behaupte auch hier – wäre Corona nicht, so hätte PSG das Spiel nicht gewonnen. Bergamo hatte eine gesamte Saison in den Knochen während PSG völlig erholt und mit idealer Vorbereitung antreten konnte. Dann kommt bei PSG ein Mbappe in den letzten 20 Minuten und ich habe allen Mitgliedern schon vor dem Spiel gesagt – wenn Mbappe reinkommt, dann sind 2 PSG Tore sehr realistisch. Bergamo hat defensiv Geschwindigkeitsdefizite, das ist kein Geheimnis. Es folgte ein klares 3:0 gegen RB – die ähnlich wie der BVB im Rückspiel viel zu passiv agierten. RB hat ohne Werner einfach kaum Qualität in der Offensive – das Weiterkommen gegen Atletico war schon sehr erstaunlich. Gegen PSG hat man dann gesehen, dass RB vorne harmlos ist. Defensiv hatte Leipzig die gesamte Saison über große Probleme, bei PSG kamen Mbappe und di Maria relativ frisch in die Startelf – ein klarer und verdienter Sieg, der nie gefährdet war. Ich behaupte hier – ohne Corona hätte es anders aussehen können. Mit Werner hätte Nagelsmann ganz andere Optionen gehabt und RB hätte die wacklige PSG Abwehr auch mal testen können. 

Bayern musste gegen große Namen ran, PSG hingegen zog die „Underdogs“. Grundsätzlich muss das erstmal gar nichts bedeuten. Barcelona zB. ist ein großer Name, aber die hatten in dieser Saison einfach überhaupt keine Chance. Bergamo hingegen ist ein Underdog, aber den muss man erstmal niederringen. Allerdings hat PSG immer gegen Mannschaften gespielt, die selber große Probleme hatten. RB ohne den wichtigsten Spieler Werner, Bergamo ohne die Fitness für 90 Minuten, das BVB Rückspiel in Mitten der Corona Situation. Auch die Bayern Gegner hatten Probleme, logisch, aber Lyon zum Beispiel befand sich in Top Form (für ihre Verhältnisse), bei Barca waren Messi, Suarez, Griezmann dabei. Der Bayern Weg ins Finale war schwerer und die Bayern haben deutlich überzeugen können. PSG hingegen tat oftmals nicht mehr als nötig. 

Die Erfahrung

Auf diesem Level wird ein Finale in der Regel entschieden. Wer kann dem Druck standhalten? Wer behält den Fokus und wer fängt nun an nachzudenken? Das große Problem – der Kopf. Den Spielern wird auf einmal bewusst, dass es ja nur ein Spiel ist, 90 Minuten – ein Fehler und man wäre der große Versager. Wer sich in diese Gedankenspirale begibt, der wird verlieren. Ich mache es kurz. Hier liegt der Vorteil ganz eindeutig bei den Bayern. Mit Flick hat man einen Trainer, der diesen Turniermodus kennt. Er kann eine Mannschaft auf ein Finale vorbereiten. Hinzu kommen Spieler, wie Müller, Neuer, Kimmich oder auch Lewandowski – die sind mental stark und haben eine Menge Erfahrung – sie können Mitspieler unterstützen und den Weg weisen. Neuer, Müller und Boateng waren beim Finale gegen Chelsea dabei – sie wissen mit solchen Situationen umzugehen. Ein Jahr später dann der CL Sieg – die 3 genannten Spieler plus Alaba waren in der Startformation. Die „Deutschen“ werden für ihren Fokus weltweit beneidet – „am Ende gewinnen immer die Deutschen“. Man muss die Bayern nicht mögen, aber man muss sie für ihre Gewinnermentalität stets beneiden. Da ist alles auf Sieg getrimmt und das hört man in jedem Interview. 

PSG scheint gerade einen unerwarteten Wandel durchzumachen. Beim Corona Restart schwor sich die Mannschaft alle Titel zu holen, inklusive Champions League. Ich musste schmunzeln, sowas kann man im Prinzip nicht ernst nehmen. Aber laut Tuchel scheint hier beim Turnier wirklich eine Mannschaft zusammengewachsen zu sein. Gerade Neymar konnte wirklich überraschen. 0:1 Rückstand gegen Bergamo und das beinahe Aus gegen den Underdog, doch der große Superstar Neymar schob immer wieder an. In der Vergangenheit hätte er noch mit großer Theatralik für Aufsehen gesorgt. Nächstes Beispiel – Verratti nur noch auf der Bank. Ja der Italiener kann den Unterschied machen, aber seine Einstellung gefällt Tuchel nicht. Verratti ist Raucher und hat auch ansonsten Probleme sich an Regeln zu halten. Fit scheint er natürlich ebenfalls nicht zu sein. Dafür spielte nun aber Herrera – ein echter Teamspieler. Sicher, er ist kein Superstar, aber ein „feiner Typ“ mit viel Teamgeist. Gleiches gilt eben auch für Navas im Tor, sein Einsatz ist aber fraglich. PSG hat viele Südamerikaner im Team – di Maria, Neymar, Icardi, Marquinos, Thiago Silva, Navas, Paredes. Nun, Südamerikaner sind nicht gerade für ihre professionelle Einstellung bekannt. Diese südamerikanische „Basis“ wird in Paris schon lange als mögliches Problem gesehen. Allerdings steht Marketing an erster Stelle. Tuchel sah sich nach seiner ersten durchwachsenen Saison gezwungen etwas zu ändern. Navas, Herrera und Sarabia wurden geholt, um Erfahrung dazu zugewinnnen. Die Bayern hingegen sind über die Jahre gewachsen und haben solche „Alibi“ Transfers gar nicht erst nötig. 

Die Erfahrung spricht für die Bayern und sollte Bayern in Führung gehen, so sehe ich PSG nicht stark genug, um zurückzuschlagen. Zu viele Südamerikaner erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass man sich sogar eher abschießen lässt.

Das Spielsystem

Bayern wird im 4-2-3-1 spielen. Ein 4-3-3 wäre theoretisch auch möglich, um das Mittelfeld zu stärken, aber ich glaube nicht, dass Flick hier große Änderungen anstrebt. Im 4-2-3-1 stand man sehr hoch und presste die Gegner zu Niederlagen. Gerade dieses Pressing muss gegen PSG stattfinden, denn das kennt der französische Serienmeister überhaupt nicht. Der FC Bayern München spielte unter Flick sehr riskant, attraktiv – aber eben auch effizient. Die individuelle Klasse ist extrem hoch. Alaba und Davies haben die nötige Geschwindigkeit, um gegnerische Stürmer noch ablaufen zu können. Auf der rechten Defensivseite hingegen könnte es nun zu Problemen kommen. Lyon hat gezeigt, dass die FCB Defensive verwundbar ist. Pavard oder Kimmich als RV? Vor dem Lyon Spiel war für mich klar, dass Kimmich auch in einem Finale RV bleiben würde – nun sehe ich die Sache anders. PSG kommt mit Mbappe auf links und Neymar in der Mitte. Boateng benötigt einen sehr schnellen RV neben sich – Kimmich ist nicht langsam, aber seine Geschwindigkeit wird von Bayern Analysten immer wieder kritisch betrachtet. Zudem benötigen die Bayern mehr Biss im ZM, um die PSG Kombinationen schnell zu unterbinden. Das Bergamo Spiel könnte ein gutes Beispiel sein. PSG gelang es immer wieder sich schnell hinter die letzte Kette zu kombinieren, die schnellen PSG Stürmer sind dann nicht mehr zu halten. Die 2 PSG Tore fielen jedoch, als Bergamo sich immer tiefer hat fallen lassen. Entscheidend ist, wo und wie aggressiv man die Spieleröffnung von PSG presst. Kimmich neben Goretzka ins Zentrum, Pavard als RV – weiterhin hohes und riskantes Pressing – das will ich von den Bayern sehen.

PSG wollte ursprünglich mal ein 5-3-2 in dieser Champions League Saison spielen. Vorne sollten Mbappe und Neymar auf Konter lauern. Es kam alles anders, das Team hatte keine Lust auf solch eine destruktive Spielweise und deshalb sehen wir PSG nun also wieder im 4-3-3. Zumindest Icardi sollte jedoch Vergangenheit sein. PSG hat den Schwierigkeitsgrad in all den Spielen ja praktisch erhöht, da man mit Icardi eigentlich immer in Unterzahl war. Neymar, di Maria und Mbappe im Angriff. Kombinationsstark und schnell – so will man den Bayern gefährlich werden. Das Mittelfeld sollte wieder sehr defensiv eingestellt sein. Ich erwarte PSG ausschließlich auf Konter spekulierend. 

Die Schwachstellen

Fangen wir bei den Franzosen an. Sollte Navas nicht spielen können, so ist die Torhüter Position eine Schwachstelle. Weiter problematisch bleiben die AV Positionen. Bernat spielt, er ist solide – aber auf hohen Niveau hat es zu oft eben nicht gereicht. Auf der anderen Seite ist Kehrer immer für einen Bock gut – offensiv kann er keine Akzente setzen. Thiago Silva ist in die Jahre gekommen, langsam und manchmal hüftsteif. Das Mittelfeld versprüht keinerlei Torgefahr. Alle 3 ZM sind eher damit beschäftigt zu organisieren und Bälle zu klauen. Offensiv sind keine Schwächen auszumachen.

Boateng musste angeschlagen ausgewechselt werden, eventuell ist ein Einsatz fraglich. Süle kommt aus einer Verletzung und somit wäre sein Einsatz ein Risiko. Klare Schwachstellen sind auch hier die AV. Davies ist eine Granate, aber er ist auch noch unerfahren. Manchmal riskiert er zu viel. PSG Spieler sind in der Lage das zu bestrafen. Kimmich ist als RV nicht der Allerschnellste, Pavard kommt aus einer Verletzung. Sollte Thiago im ZM auflaufen, so besteht auch hier eine Gefahr – Thiago kann zwar alles, aber er neigte unter Druck zu oft zu Aussetzern. 

Das Trainerduell

Schaut man auf beide Trainerbänke so wird deutlich, wie schnelllebig unsere Welt geworden ist. Tuchel war bis zur Corona Phase noch angezählt. Die Ergebnisse haben in entscheidenden Momenten einfach oft nicht gestimmt, auch wenn man ansonsten sehr zufrieden war. Nach dem Sieg gegen RB zeigte sich der deutsche Coach sichtlich erleichtert, er plauderte aus dem Nähkästchen. Ich möchte hier nicht zu viel spekulieren, aber solch ein Spannungsabfall ist selten gut. Bei den Bayern war nichts davon zu merken, dass man jetzt etwas erreicht hätte. Tuchel hingegen hat sich auf jeden Fall Zeit verschafft. Mit oder ohne CL Titel TT hat PSG – zumindest öffentlich – auf ein neues Level gehoben. Zwischen Trainer und Mannschaft stimmt es zwar, aber es gibt schon Fragezeichen, ob der deutsche Coach wirklich die Oberhand hat. Die Südamerikafraktion ist groß und stark.

Hansi Flick – vom Lückenfüller zum Erfolgstrainer. Ja man hat das Gefühl, dass dieser Mann genau am richtigen Fleck ist. Was macht er eigentlich so besonders? Nichts. Er macht die Basics und hält die Stars bei der Stange. Er gibt ihnen Aufgaben, er fordert sie – er weckte den Killerinstinkt. Flick hat als Trainer noch nicht so viel Erfahrung – allerdings ist er rum gekommen und kennt diesen Turniermodus nur all zu gut aus seiner Zeit bei der Nationalmannschaft. Zwischen Trainer und Mannschaft stimmt es, da passt kein Blatt Papier zwischen. 

Referenzwerte

Die Bayern spielen seit vielen Generationen ihre Finalspiele aus. Sie sind es gewohnt, unter höchstem Druck zu spielen. Das CL Finale gegen den BVB bleibt unvergessen. In den Schlussminuten erzielte Robben das 2:1. Ein Spiel, dass man nicht unbedingt hätte gewinnen müssen, denn der BVB war fokussiert und extrem stark – dennoch, der FCB hat den Titel geholt und nur das zählt. Unvergessen die Niederlage gegen das Inter von Jose Mourinho. Mit knapp 30% Ballbesitz holte Inter einen 2:0 Sieg im Finale. Und natürlich, das „Finale dahoam“ – dramatische Niederlage im Elfmeterschießen gegen ein angeschlagenes Chelsea. In dieser Saison gab es ein kleines Finale in der Rückrunde der Liga – 1:0 Sieg gegen den BVB. Im DFB Pokal gab es einen lockeren HC Sieg gegen Leverkusen. Die KO Spiele gegen Barca und Lyon wurden deutlich mit 6 und 3 Toren Unterschied gewonnen. 

PSG spielt national seit vielen Jahren diverse Finals pro Saison. Allerdings siegt PSG zumeist nur aufgrund der hohen individuellen Qualität. Genau dieser Fakt wurde bereits vielen PSG Trainern zum Verhängnis. National ist man zu stark, international zu schwach. Doch seitdem Tuchel in Paris anheuerte schwand auch der nationale Vorsprung. Gegen ein völlig chaotisches Saint Etienne gab es im Pokalfinale nur einen 1:0 Sieg. Gegen Lyon setzte es nur ein 0:0. Selbst vor Corona hatte man in dieser Saison immer das Gefühl, dass PSG Punkte liegen lassen könnte. Warum? Weil sie sich nie als Einheit präsentierten und weil die Defensive unheimlich wacklig war. PSG ist eine launische Diva, ja man hat Madrid 3:0 nach Hause geschickt – man hat aber auch hochverdient 2:1 gegen Dortmund verloren. Wenn es gegen PSG läuft, dann lies man gerne auch mal die Köpfe hängen. Es ist am Ende des Tages doch eine Charakterfrage.

Schlussfolgerungen

Paris hat sich gesteigert – ohne wenn und aber. Ich habe sie bereits gegen Bergamo scheitern sehen – zumindest mit H2H 1. Halbzeit Bergamo lagen wir ja auch richtig. Gegen Leipzig hingegen waren sie klarer Favorit, weil Mbappe und di Maria dabei waren und weil RB einfach unerfahren ist. Ich habe stärke PSG Saisons in der Vergangenheit gesehen und ich habe auch stärkere PSG Kader in der Vergangenheit gesehen. Der Finaleinzug war doch zum Großteil der Coronasituation geschuldet. Und dennoch steht man nun im Finale und mit Neymar und Mbappe hat man immer eine Chance. PSG ist für die Bayer sehr gefährlich – die sind Offensiv doppelt so stark wie Lyon – defensiv dafür nur halb so stark wie Lyon. Und genau deshalb wird es am Ende des Tages einzig und allein an den Bayern selbst liegen.

Man muss ein mal mehr den Hut vor den Bayern ziehen. Kovac entlassen, Flick präsentiert, souveräne Meisterschaft, souveräner DFB Pokalsieg und  – unfassbar – souveräner CL Finaleinzug. Wir kritisieren die 2-3 schwachen Phasen gegen Lyon oder Barca, wo die Gegner hätten Tore erzielen können. Wir kritisieren Bayern für gewisse Phasen, wo dann am Ende ein 8:2 oder ein 3:0 steht. Alleine das zeigt, wie gut der FCB ist. Ja, wir wollen immer etwas kritisieren, aber ich sage ganz klar, Lyon hätte in Führung gehen können – die Bayern hätten trotzdem gewonnen. Barca kam auf 1:1 ran, aber sie hätten auch 3:1 führen können und trotzdem wäre Bayern weitergekommen. Das Flick Team hat Biss und das hörte man Spiel für Spiel über die Mikros. Müller peitscht sein Team auf dem Rasen an, Davies beackert die linke Seite, wie ein ICE – und wenn defensiv mal was durchkommt, dann rennt Alaba den Ball ab und Neuer präsentiert sich als Libero. Haben wir überhaupt schon über Neuer geredet? Immer ein gutes Zeichen, wenn man nicht über den Torhüter reden muss – in Barcelona redet man seit 3 Jahren über Ter Stegen und mittlerweile ist man kein Top 4 Verein mehr. 

Ich möchte die Bayern keinesfalls künstlich stark reden. Sie haben ihre Schwächen. Bleibt Kimmich RV – so sehe ich eine große Problemzone im ZM mit Thiago und eine kleine Problemzone beim Duell Kimmich/Mbappe. Entscheidend wird es sein, PSG hoch zu pressen, sodass die 3 Stürmer gar nicht erst an den Ball kommen. PSG ist es nicht gewohnt hoch gepresst zu werden. Die letzte Reihe ist spielerisch jetzt auch nicht die Creme de la Creme – da wird es Probleme geben und das hat Bergamo bereits mit wenig Mitteln aufdecken können. Es gibt 2 Varianten:

A) Kimmich im ZM und Pavard dafür als RV

Damit ist für mich klar – Bayern gewinnt die CL. Kimmich und Goretzka im zentralen Mittelfeld werden das Mittelfeld beherrschen. Gerade Kimmich kann Räume zulaufen, Bälle erobern und verteilen. Für Mbappe wird es im 1:1 gegen Pavard schwer, man kennt sich aus der Nationalmannschaft. Tore sehe ich hier nicht unbedingt. Die Bayer stehen mit dieser Formation stabil. Ein knappes, kühles 2:0 würde mich nicht überraschen.

B) Kimmich bleibt RV und Thiago im ZM

Thiago ist für mich zwischen 6 und 8 – ein wirklich perfekter Ballverteiler. Seine Moves sind spitze, seine Seitenverlagerungen sind präzise, aber defensiv gibt es viel bessere Spieler. Thiago ist eine riskante Option auf dieser Position. Kimmich sollte rechts hinten nichts anbrennen lassen, aber Mbappe ist schon deutlich schneller. Mit dieser Variante sehe ich Tore auf beiden Seiten. PSG wird sich durchkombinieren und zu Chancen kommen können – Thiago wird den ein oder anderen schönen Angriff einleiten. 

Und zum Schluss schauen wir nochmal auf die Ersatzbänke. Bei PSG hat man einen neuen Edeljoker – EMCM – ersparen wir uns den Spaß. PSG hat von der Bank nicht viel zu bieten. Ja, es sind ein paar Namen dabei, wie Draxler oder dann auch Icardi, aber all diese Spieler sind absolut nicht in Form. Bei den Bayern könnten Coman oder Coutinho kommen – beide auch nicht in Bestform, aber zumindest immer für eine Einzelaktion gut. Auch im Mittelfeld oder in der Verteidigung gibt es einige Optionen. 

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